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Ich besitze bereits diverse Android Geräte, darunter auch ein Android Tablet (das LY-F1), doch dies reichte mir aus verschiedenen Gründen nicht mehr aus.
Das 7“ Display erlaubt zwar ein sehr portables Gerät, ist aber für viele Anwendungsfälle zu klein, außerdem hält der Akku des LY-F1 bei Benutzung nur 4-5 Stunden – zu wenig für Unterwegs und ebenfalls unpraktisch wenn man eine Nacht lang ein Buch schmökern möchte.
Deswegen habe ich mich nach einem 10“ Tablet umgesehen, günstige Modelle sind schon ab ca. 160€ zu haben, diese haben allerdings einen recht schwachen Akku und nur einen Single-Core Cortex A8 Prozessor.
Für nur 30€ mehr gab es das günstigste Dual-Core Tablet, das Acho c908, das zudem einen großen Akku verbaut hat. Und um genau dieses Tablet soll es hier gehen.

Specs

• 9,7“ IPS LCD (1024x768) 10-Point Multitouch
• Mali400 Grafik
• Nufront 1,4Ghz Dualcore Cortex A9
• 1Gb Dual-Channel DDR3 Ram
• 8Gb Flash-Speicher
• 1,3mp Frontkamera
• 6900mAh Akku
• Bluetooth, Wlan bgn, G-Sensor
• Mini-USB; 3,5mm Klinke Audio; 3,5mm Hohlstecker; micro-SD

Verpackung & Lieferumfang

Das Tablet in einem flachen Karton auf dem das Gerät selbst und einige Specs aufgedruckt sind. Die Beschriftung ist komplett auf Chinesisch gehalten.
Im Karton befindet sich das Tablet, Kopfhörer, ein Mini-USB Kabel und eine recht ausführliche (komplett in Chinesisch gehaltenes) Anleitung und eine Garantiekarte.
Ebenfalls mitgeliefert wird ein Netzteil mit 12V 2A, der Akku kann also mit 24W aufgeladen werden, das ist 10-mal so schnell wie über USB.

Verarbeitung & Design

Das Gerät wiegt 597g und ist mit 242 x 183 x 12mm genau so groß, wie ein Ipad der ersten Generation. Es ist anständig verarbeitet, es knarzt nicht und es gibt keine auffälligen Spaltmaße, allerdings ist es komplett in Plastik gehalten.
Das Gerät ist wirklich angenehm zu halten, da die Kanten großzügig abgerundet sind, die Buttons sind gut erreichen und haben einen angenehmen Druckpunkt.

Display

Das Display ist ein 9,7 Zoll großes IPS-Panel im 4:3 Format und hat eine Auflösung von 1024x768. Der Hersteller behauptet es wäre das gleiche, wie im Ipad2 und ich halte das durchaus für möglich, da die Betrachtungswinkel sehr gut sind und das Display sehr hell ist.
Für mich geht die Pixeldichte noch voll in Ordnung, ab ca. 30cm Entfernung fallen keine Pixel unangenehm auf. Der Touchscreen erkennt bis zu 10 Eingaben auf einmal und reagiert wirklich sehr gut und direkt.

Kamera

Vergesst es. Die Kamera ist unbrauchbar und rauscht extrem.

Software

Die getestete Firmware war Version 21, basierend auf Android 4.0.3.
Version 13, die mit dem Gerät ausgeliefert wurde ist absolut nicht zu empfehlen, es war kein Play Store installiert und Android war nicht gerootet, so dass man ihn nicht ohne weiteres nachinstallieren konnte.
Die Installation der neuen Firmware ist recht einfach, da Clockwork Mod eingesetzt wird.
Man muss nur die runtergeladenen Dateien auf eine SD-Card schmeissen und in den Recovery-Mode booten. (mit gedrückter Volume- Taste einschalten).

Performance

Das Tablet ist sehr schnell, der 1,4Ghz Dualcore mit 1GB Ram macht sich wirklich positiv bemerkbar. In der normalen UI habe ich noch kein Ruckeln provozieren können.
Ich habe auch eine Handvoll Spiele getestet, die alle flüssig liefen. Nur in GTA3 ruckelte es ab und zu.
Auf dem Gerät befand sich im Auslieferungszustand ein Musikvideo in 1080p h.264 mit ca. 11Mbit, das flüssig lief.

Benchmarks aus dem Pandawill Forum zeigen das Tablet ungefähr auf Augenhöhe mit dem Galaxy Note, das ist nicht weiter verwunderlich, da beide einen Dual-Core A9 und den Mali400 Grafikchip verbaut haben.

Connectivity

Ich hatte zuerst ein paar Probleme mit dem Wlan, der Router war auf Channel13 eingestellt und irgendwie konnte das Tab das nicht. Ich habe auf Channel3 umgestellt und alles läuft zufriedenstellend.
Das Tablet lässt sich nicht als Massenspeicher mit dem PC verbinden. An den PC angeschlossen, erscheint es als CD-Laufwerk mit der Software „Tablet-Bridge“, die ohne Installation gestartet werden kann.
Darüber können Daten auf den internen Speicher und die SD-Karte übertragen werden und als zusätzliches Feature können Maus und Tastatur auf das Tablet geswitcht werden, auch die Zwischenablage lässt sich sharen.
Ich habe mich ein bisschen informiert und festgestellt, dass das Gerät Hardwareseitig kein USB-Client Mode hat, sondern nur USB-Host und einen Chip, der eine Host-to-Host Datenübermittlung möglich macht.
Die Datenübertragung ist mit 11-12Mb pro Sekunde auf den internen Speicher recht schnell. (schreiben)

Positiv hervorheben möchte ich die eingebauten Stereo Lausprecher, die zwar nicht besonders laut sind dafür aber sehr klar klingen.

Akkulaufzeit

Im Durschnitt hielt das Tablet 7 Stunden bei voller Benutzung durch. Wenn man nur aufwändige 3D Spiele spielt, kann die Laufzeit schon mal auf 4-5 Stunden sinken.
In der Regel hält der Akku aber einen kompletten Tag durch.

Fazit

Zuerst hielt ich das Tablet für einen Fehlkauf – kein Wlan-Empfang, kein Market und kein USB Massenspeicher Modus. Mit dem Firmware Update kam der Market und das Wlan-Problem ließ sich auch schnell beheben. Wer MacOS oder Linux benutzt wird sich über den fehlenden Massenspeicher Modus ärgern, mich stört es nicht wirklich.

Das Tablet hat einen wirklich guten Touchscreen, ist sehr schnell und der Akku hält lange durch. Mehr brauche ich bei einem Tablet nicht, einzig ein Hdmi-Anschluss wäre nice-to-have.
Für den Preis von knapp 180€ (ich musste noch 21€ Einfuhrumsatzsteuer draufzahlen) kann man wirklich nicht klagen.

24th Jul, 2012
Stephan Wahlen